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Lieber Bargeld auf die Hand Zu „Die schöne Mär des Aktienrückkaufs“, 8.11.2007
Das Problem mit Aktienrückkäufen ist offensichtlich nur den Privatanlegern und den Vorständen von Unternehmen, die Aktienrückkaufprogramme initiieren, nicht bekannt. Gerade weil aber die am Aktienmarkt maßgeblichen institutionellen Anleger offensichtlich die von Ihnen geschilderte Problematik erkennen – dass es sich nicht mehr lohnt, in das Kerngeschäft des Unternehmens zu investieren, wenn schon das Unternehmen selbst die erwirtschafteten Mittel nicht mehr für Investitionen einsetzt – ergibt sich auch das Ergebnis, dass 75 Prozent der Unternehmen, die Aktienrückkaufprogramme veranstalten, dadurch keinen Mehrwert – gemessen an der Bewertung ihrer Aktien – erzielen.
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Handelsblatt Seite 8: „Vorstände haben offenbar ein massives Problem mit Aktionären, obwohl die ja die Eigner sind.“
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Die Begründungen dafür, dass es trotz hervorragenden Geschäftsverlaufes keine höhere Ausschüttung gibt, ist nun aber nur für die einfältigen Aktionäre sinnstiftend. Die Unternehmen zahlen ja gerade Dividenden statt Zinsen, weil die Dividende variieren kann – im Gegensatz zu Zinsen. Wenn jetzt Unternehmen den Anteilseignern eine höhere Dividende dadurch verweigern, dass Sie Aktienrückkaufprogramme initiieren, dann entziehen die Vorstände dadurch den Anteilseignern den ihnen zustehenden Kapitalrückfluss – und das auch noch mit Geld, dass nur erwirtschaftet werden konnte, weil die Aktionäre den Unternehmen Geld gegeben haben. Hierdurch wird einmal mehr deutlich, dass Vorstände offensichtlich ein massives Problem mit den Aktionären haben, obwohl die Aktionäre ja eigentlich die Eigner des Unternehmens sind und die Vorstände zumindest rein rechtlich den Anteileignern „dienen“ sollen. Offensichtlich aber werden Aktionäre immer noch als „dumm“ und „dreist“ angesehen und übergangen: dumm, weil sie das Risiko eingehen, dem Unternehmen ihr Geld zu geben, und dreist, weil sie dafür auch noch einen dem Geschäftsverlauf entsprechenden Mittelrückfluss erwarten. Offensichtlich haben die Vorstände vergessen, welchen Herren sie dienen – nicht dem eigenem Ego, sondern den Anteilseignern; und sei es auch nur ein Kleinaktionär mit zehn Aktien. Nils Heucke
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